Raubkatzen
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Raubkatzen sind auf den Kontinenten Europa, Afrika, Asien und Amerika anzutreffen. In Afrika leben Löwen, Geparden und Leoparden in den endlos scheinenden Savannen, südlich der Sahara. Eine kleine Gepardenpopulation ist im Iran ansässig und in Indien durchstreifen circa 300 Indische Löwen einen Nationalpark. Der amerikanische Kontinent hat nur zwei Raubkatzen zu bieten: den Jaguar, dessen Verbreitungsgebiet sich von Mittelamerika bis hinunter nach Südamerika erstreckt, und den Puma, der auf dem gesamten amerikanischen Kontinent zuhause ist. Schneeleoparden begegnen uns in den zentralasiatischen Gebirgen sowie im Himalaja. Nebelparder bewohnen die tropischen Regenwälder Südostasiens. Das Verbreitungsgebiet der Tiger reicht von Russland über China bis hinunter ins südostasiatische Indien und Indonesien. Die asiatischen Leoparden besiedeln vornehmlich Gebirgsregionen in Iran, Afghanistan und China. Die einzige in Europa lebende Raubkatze ist der Luchs. Wild – und Kleinkatzen schleichen durch alle Erdteil. Sie sind in Städten genauso anzutreffen wie in Wüsten, Regenwäldern, Savannen und Gebirgen, teilweise bis auf 4000 m Höhe.
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Raubkatzen faszinieren schon seit ewigen Zeiten die Menschheit. Die anmutigen Tiere sind mit einem extrem guten Hör- und Sehvermögen ausgestattet. Ihre Bewegungen sind elegant und geschmeidig, das weiche Fell weist brillante Farbzeichnungen auf. Tiger sind die größten aller Raubkatzen. Männliche Löwen imponieren durch ihre lange Mähne und ihr ohrenbetäubendes Gebrüll. Der Gepard der seine Beute als Hetzjäger mit bis zu 120 km/h verfolgt, ist das schnellste Landtier der Erde. Leoparden besitzen immense Kräfte, sie ziehen ihre erlegte Beute auf Bäume, um vor Feinden geschützt, unbehelligt fressen zu können. Schneeleoparden leben in mittelasiatischen Gebirgen in Höhen bis zu 5000 m. Nebelparder sind in den südostasiatischen Regenwäldern zu finden und bewegen sich überwiegend auf Bäumen fort. Der Jaguar ist die drittgrößte Raubkatze der Erde und bewohnt den Mittel – und Südamerikanischen Kontinent.
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Raubkatzen, Wildkatzen und Hauskatzen sind der Gruppe der Felidae (Katzen) eingeordnet. Der Familie der Felidae gehören rund 36 Arten an, die wiederum in Großkatzen (Panterinae) und Kleinkatzen (Felinae) unterteilt sind.
Zu den Großkatzen zählt die Wissenschaft den Jaguar, Tiger, Löwe, Leopard, Nebelparder und Schneeleopard. Wobei nicht etwa die Größe einer Raubkatze ausschlaggebend ist, um in einer der Kategorien eingestuft zu werden, sondern ihre anatomischen Besonderheiten. Großkatzen können brüllen und schnurren nur beim Ausatmen. Kleinkatzen hingegen brüllen nicht, schnurren aber beim Ein- und Ausatmen. Verantwortlich dafür ist wohl unter anderem die Beschaffenheit des Zungenbeins. Großkatzen haben ein elastisches Zungenbein, bei den Kleinkatzen ist das Zungenbein verknöchert. Auch der unterschiedliche Aufbau des Kehlkopfes der Groß – und Kleinkatzen spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle. Fauchen können jedoch alle Katzen.

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In die Kategorie Kleinkatzen sind der Luchs, Puma, Gepard, Ozelot, Serval, Karakal, sowie Wildkatzen, Haus- und Rassekatzen eingegliedert. Der Ozelot bewohnt die Wälder Mittelamerikas und Südamerikas. Die Heimat des Serval ist Afrika, wo er im dichten Unterholz umherschleicht. Ebenfalls in Afrika lebt der Karakal, in den Savannen und am Rande der Halbwüsten. Diese kleine Katzenart mit den Pinselohren ist aber auch in Zentralasien und Indien anzutreffen. Luchse besiedeln die Wälder des amerikanischen Kontinents, Asien und Europa.

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Fast alle Raubkatzen sind mehr oder weniger stark vom Aussterben bedroht und stehen auf der Roten Liste der weltweit gefährdeten Arten. Die Rote Liste wurde erstmals 1963, von der IUCN, eingeführt. Die IUCN – International Union for Conservation of Nature and Natural-, setzt sich seit ihrer Gründung, im Jahr 1948, weltweit für einen sorgfältigeren Umgang der Ressourcen sowie den Artenerhalt der Tier- und Pflanzenwelt ein. Als gering gefährdet gelten der Jaguar sowie der Leopard. Gepard, Nebelparder und der Afrikanische Löwe sind in die Stufe „Gefährdet“ eingeordnet. Als massiv vom Aussterben bedroht ist der Asiatische Löwe, mit nur noch 300 frei lebenden Exemplaren, des Weiteren der Amur-Leopard, Sumatra-Tiger, Amur-Tiger und der Südchinesische Tiger. Die anderen Tigerarten gelten als stark gefährdet.

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Es gibt viele Ursachen für den Rückgang der Raubkatzenpopulationen. Durch Abholzung und Brandrohdung der Wälder werden weltweit Tag für Tag große Teile ihres Lebensraumes vernichtet. Industrie und Landwirtschaft breiten sich immer weiter aus, Konflikte sind somit vorprogrammiert. Nicht selten vergreifen sich die Raubkatzen an Nutzvieh und werden von den Farmern erschossen. Zudem bejagt der Mensch die Beutetiere der Raubkatzen, um das Überleben der eigenen Familie sichern zu können. Aber auch um mit dem Raubkatzenfleisch Handel zu treiben.
Raubkatzenfelle sind schon seit vielen Jahrtausenden begehrte Luxusartikel. In vielen Reservaten stehen die Raubkatzen zwar unter Schutz, doch der Mangel an Rangern macht es Wilderern geradezu leicht, auch in den ausgewiesenen Schutzgebieten auf Raubkatzenjagd zu gehen. Auf den Schwarzmärkten werden enorme Summen für die schönen, weichen, dichten Felle der Katzen bezahlt. Je seltener die Art, desto höher der Preis. In Afrika ist teilweise die Trophäenjagd erlaubt. Raubkatzen zählen zu den kraftvollsten Lebewesen auf unserem Planeten und gerieten irgendwann auch ins Visier der asiatischen Medizin. Die Südostasiaten sind davon überzeugt dass sich die Kraft einer Raubkatze auf denjenigen überträgt, der einen Teil der Raubkatze, als Medizin, zu sich nimmt. Haare, Zähne, Knochen, Hoden werden zu Pulver oder Pillen verarbeitet und finden in der asiatischen Medizin Verwendung. Zermahlende Tigerknochen beispielsweise sollen Rheuma heilen, Krallen, Knochen und Zähne gelten als Potenzsteigerndes Mittel.